Dienstag, 5. Februar 2013

Filmtipp: "Silver Linings"

Quelle: Wikipedia EN
Titel: Silver Linings
Originaltitel: Silver Linings Playbook
Erscheinungsjahr: 2012
Genre: Drama, Humor, Buchverfilmung
FSK: ab 12 Jahren
Länge: 122 Minuten
Regie: David O. Russell
Drehbuch: David O. Russell
Musik: Danny Elfman
Hauptrollen: Bradley Cooper als Patrizio "Pat Jr." Solitano, Jennifer Lawrence als Tiffany Maxwell, Robert de Niro als Patrozio Solitano Sr., Chris Tucker als Danny, Brea Bree als Nikki u.v.m.

Kurzbeschreibung

Pat hat eine manisch-depressive Störung und kommt nach einer monatelangen Therapie endlich zu seinen Eltern nach Hause. Seine Ehefrau Nikki, die eine einstweilige Verfügung gegen ihn ausgesprochen hat, darf er nicht besuchen, doch er versucht alles, um ihr wieder näher zu kommen, und Tiffany, die kleine Schwester von Nikkis bester Freundin, könnte ihm dabei helfen...

Meine Meinung

Die Geschichte ist am Anfang völlig wirr, man versteht erst mal nicht, worum es überhaupt geht. Pat wirkt etwas abgedreht und neben der Spur, auch wenn er behauptet, ihm ginge es nie besser. Es dauert eine kleine Weile, bis man dann endlich den Kontext versteht und dann wird der Film erst richtig interessant.

Die Hauptfigur Pat (Bradley Cooper) ist vielschichtig gestaltet, dadurch dass er an einer manisch-depressiven Störung leidet und alles tut, um seine Pillen nicht nehmen zu müssen. Nachdem er seine Frau Nikki (Brea Bree) mit einem Arbeitskollegen von ihr inflagranti erwischt hat und dabei das Hochzeitslied von Pat und Nikki lief, kommen all die Erinnerungen wieder auf, wenn er diese Musik hört, und er rastet völlig aus.

Man merkt, dass er geradezu besessen von Nikki ist, denn obwohl sie fremdgegangen ist, möchte er unbedingt zu ihr zurück und ist überzeugt, dass ihre Ehe immer noch genauso bestehe, wie vor dem Vorfall.

Bradley Cooper spielt die Hauptperson meiner Meinung nach sehr überzeugend, ohne dabei komplett verrückt oder unsympathisch zu wirken. Respekt!

Ein wichtiges Bindeglied zwischen Nikki und Pat wird Tiffany (Jennifer Lawrence). Sie ist noch recht jung und hat kürzlich ihren Ehemann verloren, was sie endgültig in die Depression stürzen ließ. Sie nennt sich selbst eine Schlampe und fühlt sich sehr einsam, versucht es aber größtenteils zu überspielen, sodass sie auf Außenstehende eher distanziert wird.

Jennifer Lawrence hat mich in dieser Rolle wirklich überzeugen können, sie scheint dafür wie gemacht zu sein und bringt Tiffanys extreme Stimmungsschwankungen sehr gut rüber. Außerdem - was ich so nicht erwartet hätte - kann Lawrence echt gut tanzen und hat einen tollen Hüftschwung drauf!

Es gibt noch einige andere Nebenfiguren, die erwähnenswert sind und alle sehr gut ausgearbeitet wurden, wie z. B. Pats Vater (Robert de Niro) mit seiner Zwangsneurose und der Leidenschaft für Football oder Pats Freund Danny (Chris Tucker), desse  Entlassung aus der Klinik zu einem Running Gag wird.

Meiner Meinung nach ist dieser Film wirklich gelungen, er hat genau die richtige Portion Humor und Drama, sodass man gut unterhalten wird und es nicht platt wirkt.

Empfehlenswert!

5 von 5 Punkten

Kommentare:

  1. Ooooh klingt das gut!

    Den Film würde ich sehr, sehr gerne gucken, aber in unserem schnuckeligen Kleinstadt-Kino läuft er leider nicht. Da muss ich wohl auf den DVD-Start warten ;)

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    1. Der Film läuft scheinbar generell nur in wenigen Kinos, wie mussten auch in ein Kino, das von uns aus eher blöd zu erreichen ist. Es hat sich aber gelohnt!

      Und ich kann verstehen, dass er so viele Oscar-Nominierungen hat.^^

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  2. Schöne Rezi für einen echt tollen Film! Fand ihn auch klasse. Mein Mann meinte hingegen nur, dass er ihn jetzt hätte nicht unbedingt im Kino sehen müssen... ;o)

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    1. Ich bin nicht unbedingt ein Fan von Kinos, weil mir die Bildschirme etwas übertrieben groß vorkommen und irgendwie das Bild etwas unscharfer erscheint deswegen. Aber dieser Film hat sich gelohnt, auf jeden Fall. :)

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